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STELLWERKE

Auf dieser Seite findet man Informationen und Bilder von Stellwerken in RHEINLAND-PFALZ

 


 

 

Reiterstellwerk BINGEN (Rhein) Hbf Bingerbrück Bkb = Befehlsstellwerk Kreuzbach;
Baujahr: 1935; Einweihung 1936; Außerbetriebnahme: 03.02.1996;
technisches Denkmal an der Nahe - Rheinstrecke

 

Das Stellwerk ist ein technisches Denkmal. Der Gleisüberbau ist eine freitragende Stahlkonstruktion und die gemauerten Gebäudeteile lehnen sich in ihrem Baustil an die mittelrheinischen Burgen an.

 

freitragende Stahlkonstruktion

 

 

In das Stellwerksbauwerk ist eine Fußgängerbrücke integriert, die auf die andere Seite des Gleisfeldes führt. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen war der Fußweg gesperrt. Im Zusammenhang mit der Landesgartenschau Bingen 2008 soll das Stellwerk wieder hergerichtet werden und die Fußgängerbrücke wieder benutzbar sein.

 

 

Der Treppenaufgang auf der einen -

 

und der Zugang auf der Stellwerksseite, wo sich auch der Eingang zum Bedienraum des Stellwerks befindet.

 

 

 

 

Wie ein Tunnel, der Fußweg unter dem Bedienraum.

 

Die Stütze des Reiterstellwerkes, mit viel Beton gegen Anfahren geschützt.

 

 

Stellwerk Bingen (Rhein) Hbf Bf

Dieses elektronische Stellwerk der Firma Alcatel hat die beiden
Reiterstellwerke in Bingen Stadt
und Bingen Hbf (und weitere Stellwerke) abgelöst.

Vielen Dank für die Hilfe der
beiden Fahrdienstleiter die mir
(am Mittag des 17.04.2007) den
Weg zu den beiden
Reiterstellwerken beschrieben
haben und so die Fotos
ermöglichten.

[alle neun Fotos oben: 17.04.2007]

 

[Foto: 20.10.2008 09:44 Uhr]

Ein ICE I passiert das Stellwerk.

 

[Foto: 21.10.2008 12:09 Uhr]

Ein Blick vom Rüdesheimer Berg in der Nähe des Niederwalddenkmals auf das Stellwerk. Die Treppe wurde saniert aber noch immer ist die Fußgängerbrücke unter dem Stellwerk mit Bauzäunen versperrt und nicht benutzbar

 


 

Reiterstellwerk BINGEN (Rhein) Stadt Bnb Baujahr: 1937 Außerbetriebnahme: 03.02.1996

 

 

 

[beide Fotos oben: 17.04.2007]

Die oberen Flügel der Fenster sind nach innen geneigt. Störende Reflektionen an den Scheiben wurden damit vermieden, Nachteil der Fensterflügen schlägt beim Öffnen den Fensters nach innen. Durch den sehr großen Dachüberstand wurde die Blendung durch die Sonne vermindert. Für das Stellwerkspersonal war eine gute Sicht auf die Gleise von größter Bedeutung. Durch die Einführung der durchgehenden Gleisfreimeldung ist heutzutage eine Blick auf die Gleise nicht mehr nötig. Die schrägen Fenster und der breite Dachüberstand ist auch in Erfurt Er, Mainz Hbf und  Oberlahnstein anzutreffen gewesen.

 

[Foto: ? Quelle: Das Stellwerk Datum 20.08.1937 Nr. 11 Sammlung: Frank Poppe]

Das Stellwerk (Baudenkmal) ist mit dem Bahnhofsgebäude verbunden. Rundungen im Gebäudegrundriss und die kreisrunden Fenster findet man im Bahnhof und im Stellwerk. Abweichend vom Original ist hier auf der Zeichnung das Bahnhofsgebäude höher und die Fenster anders angeordnet.

[Foto: Gerhard Schröder 13.07.2008]

Zum Zeitpunkt der Landesgartenschau

 

 

[Foto: Frank Poppe 21.10.2008 11:34 Uhr]

Ein Blick vom Niederwalddenkmals auf den Bahnhof mit dem Stellwerk.

 

[beide Fotos: Frank Poppe 21.10.2008 ~15:51 Uhr]

Ein Blick vom Rhein. Die unterschiedliche Farbgebung von Bahnhof und Stellwerk ist bestimmt nicht im Sinne des Architekten, sollten doch beide Gebäudeteile unterstützt durch ihre Formgebung (Rundungen) eine Einheit bilden. Die Dreifarbigkeit reißt alles auseinander. Siehe dazu die Bilder oben.

 

 


 

Reiterstellwerk KOBLENZ-LÜTZEL Km Wärterstellwerk E43

 

März 2017

 

[Foto: Klaus Poppe 30.04.2012]

 

[Foto: Klaus Poppe 30.04.2012]

 

   

[Foto: Klaus Poppe 30.04.2012]

Detailaufnahmen von der Drehscheibe im DB-Museum Koblenz-Lützel

 

 

[Foto: Benno Wiesmüller August 1978]

 

[Foto: Michael Ruge]

Lok 140 643

 

[Foto: Michael Ruge]

Lok 146 010 mit RE 11128 vor dem Befehlsstellwerk von Koblenz-Lützel

 


 

Reiterstellwerk MAINZ Hbf Vierreihenhebelwerk

 

[Quelle: Jahrbuch für Eisenbahngeschichte, Band 18, 1986,Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte e.V. Karlsruhe,
 Verlag Uhle & Kleimann, Lübbecke]

Das Stellwerk wurde im Volksmund Bügeleisen genannt.  Es wurde durch das neue Zentralstellwerk Mf 1973 abgelöst, welches auch große Streckenabschnitte im Umkreis von Mainz fernsteuert. Das Foto wurde von einem Steuerwagen aus gemacht.

 

[Foto: Quelle: Das Stellwerk 20.08.1937 Nr. 11 Sammlung: Frank Poppe]

Die gesamte Außenhaut ist Tragkonstruktion.

Hier ist zu sehen das, dass Stellwerk zunächst keine Stütze (Bild oben) hatte und eigentlich nach dem Bau kein Reiterstellwerk war.

 

[Foto: Quelle: Das Stellwerk 20.08.1937 Nr. 11]

12 m Auskragung in zwei Geschossen, Vierreihenhebelwerk.

Unter dem Bedienraum befindet sich ein begehbarer Schaltraum, wie bei Mehrreihenhebelwerken üblich.

 

 

[Foto: Quelle: Das Stellwerk 20.08.1937 Nr. 11]

[Text-Abschrift:  Quelle: Das Stellwerk Datum 20.08.1937 Nr. 11 Sammlung: Frank Poppe]

Enge Gleislage, deren Umbau in Aussicht steht, tiefe Lage des Baugrundes waren die Veranlassung der Kragkonstruktion in Mainz, die den meisten von Ihnen aus Veröffentlichungen wohl bekannt ist. Bei diesem Bauwerk, das über 12 m in zwei Geschossen horizontal auskragt, ist die gesamte Außenhaut Tragkonstruktion. Die tragenden Stützen sind die Wände des Treppenhauses; die Wände des Gebäudes selbst sind geschweißte Vierendeel -Kragträger. Dach- und Deckenflächen aus Blech sind die Windträger. Die Treppenpodeste zwischen den Stützen bilden die Versteifung gegen Torsion. Diesem Konstruktionsgedanken Form zu geben, ohne irgendwelche überflüssigen Zutaten, war eine für den Architekten neue und schwierige Aufgabe.

Das Mainzer Kragstellwerk ist ein Vierreihenhebelwerk, eine Anordnung, die eine außerordentliche Vervollkommnung der elektrischen Stellwerke gebracht hat. Für die Vierreihen-Stellwerke charakteristisch ist ein unter dem eigentlichen Stellwerksraum liegendes mindestens 2 m hohes Geschoß, das dadurch erforderlich wird, daß die ganze Einrichtung in das zweite Geschoß hineinreicht und auf der unteren Decke aufsteht.

 

[Foto: Quelle: Das Stellwerk 10.01.1937 Nr. 1 Sammlung: Frank Poppe]

Der Bedienraum des Stellwerks Mainz. Mit "B" wurde der Blocktisch bezeichnet, mit dem ein normaler Felderblock im unter dem Bedienraum liegenden Schaltraum, fern bedient wurde.

 


Reiterstellwerk NEUSTADT (Weinstraße) Nf Befehlsstellwerk S&H 1912
Außerbetriebnahme: Mai 1999 oder 16.05.2000

 

[Fotos: 06.05.2010]

 

 

 

 

 

Technik: Elektromechanisches Einreihenhebelwerk Bauform 1912 mit Farbscheibenüberwachung

 

 

 

 

 

 

 


 

Reiterstellwerk OBERLAHNSTEIN Of Befehlsstellwerk außer Betrieb

 

[Foto: ? Quelle: Das Stellwerk Datum 10.01.1937 Nr. 1 Sammlung: Frank Poppe]

Eisenbeton, loses Auflager als Eisenbetonstütze; entworfen von Architekt: ROR Kleinschmidt (Mainz)

Im Bildvordergrund links steht noch ein Andreaskreuz älterer Form mit Pfeil.

Später wurden die Gleise unter dem Stellwerk mit Fahrleitung überspannt.

 

[Foto: ? Quelle: Das Stellwerk Datum 10.01.1937 Nr. 1 Sammlung: Frank Poppe]

Stellwerksraum auf Bahnhof Oberlahnstein. Ln = Lichtnachahmer

 

[Text-Abschrift:  Quelle: Das Stellwerk Datum 10.01.1937 Nr. 1]

Bei einem auf dem Bahnhof Oberlahnstein errichtetem Befehlstellwerk (Bild...) hätte ein hochstehendes Blockwerk dem Fahrdienstleiter die Aussicht erheblich behindert, weil dieses in Höhe des Erkers, also nach den Gleisen zu, hätte aufgestellt werden müssen. Zur Sichtverbesserung wurde das normale Blockwerk so niedrig auf einem Holzuntersatz gestellt, daß die Oberkante der verkürzten Blockrückwand mit den normalen Aufbauten des elektrischen Stellwerkes in gleicher Höhe liegen. Die elektrischen Streckentastensperren ragen darüber hinaus, bieten jedoch durch ihren Abstand voneinander eine genügend große Durchsichtslücke für den Fahrdienstleiter. Da die Blockfenster tiefer als sonst liegen, werden sie von oben und in schräger Blickrichtung gesehen, Um auch bei dieser Sehrichtung den Farbwechsel einwandfrei erkennen zu können ist die Durchsichtsöffnung der Blockfenster durch schwarzen Farbanstrich entsprechend verkleinert worden. Für die betriebsmäßige Beobachtung der Blockfelder ist oberhalb der Blocktasten ein durchgehender Aufsatz eingebaut, der Lichtnachahmer für jedes einzelne Blockfeld enthält (Bild...). Die Nachahmerlampen leuchten auf, wenn die Blockfelder die Grundstellung ändern, und erlöschen erst wieder, nachdem die Blockfelder vollständig für den neuen Blockempfang geblockt sind, wen  sich also die Riegelstange und auch die Druckstange in Endlage befinden. Diese Ausführung gestattet die Verwendung eines normalen Blockwerkes, das ohne erhebliche Änderungen aufgestellt werden konnte, worauf besonders Wert gelegt wurde. Die Ausführung war verhältnismäßig leicht, weil nur zwei elektrische Tastensperren vorhanden waren.

 

[dieses und die folgenden Fotos von Oberlahnstein: Frank Poppe 20.10.2008 ~16:35 Uhr]

Im Bildhintergrund sind die Ks-Signale des elektronischen Stellwerkes zu sehen.

 

 
     

 

 

 

Viele Reiterstellwerke haben einen Erker, dieser ermöglicht eine bessere Sicht auf die Gleise unter dem Stellwerk. Eine vollständige Sicht auf den Bereich unter dem Stellwerk hat man allerdings nicht. Das ist problematisch wenn so Weichen nicht einsehbar sind. Abhilfe schafft da eine Weichenhebelsperre. Solche Erker findet man auch bei den Stellwerken Bingen Hbf, Erfurt, Flensburg, Gremberg, Stuttgart Stw 2.

Der Erker hat noch einen anderen Vorteil: Ist die Eingangstür verschlossen (evtl. mit Klingel), sieht man ganz gut wer rein will - ob es die Ablösung, der Chef, der Signalwerker oder einer vom EBA ist.

 


 

Reiterstellwerk WORMS zerstört: 1945

 

[Foto: Quelle: Das Stellwerk 20.08.1937 Nr. 11 Sammlung: Frank Poppe]

[Text-Abschrift:  Quelle: Das Stellwerk Datum 20.08.1937 Nr. 11nach einem Vortrag von ROR Hans Kleinschmidt in Berlin]

Das eiserne Stellwerk Worms ist das erste dieser Art und zugleich das erste ganz geschweißte Haus.